Was ist Sensiplan?
Sensiplan ist eine symptothermale Methode der Natürlichen Familienplanung (NFP).
Du beobachtest verschiedene Zeichen deines Körpers – deine Basaltemperatur und den Zervixschleim oder den Muttermund.
Nach klaren Regeln wertest du diese Beobachtungen aus und kannst so die fruchtbare und unfruchtbare Zeit in deinem aktuellen Zyklus bestimmen.
Dein Zyklus muss dafür nicht jeden Monat gleich lang sein.
Denn bei Sensiplan stehen nicht feste Zykluslängen im Mittelpunkt, sondern die Zeichen, die dir dein Körper täglich zeigt.
Wie funktioniert Sensiplan eigentlich?
Bei Sensiplan beobachtest du zwei unterschiedliche Körperzeichen:
deine Basaltemperatur und den Zervixschleim oder alternativ den Muttermund. Diese Zeichen verändern sich im Verlauf des Zyklus.
Du trägst deine Beobachtungen in ein Zyklusblatt ein und wertest sie nach den Sensiplan-Regeln aus.
Dabei werden die Körperzeichen miteinander kombiniert – deshalb spricht man von einer symptothermalen Methode.
Beobachten
Du beobachtest deinen Zervixschleim oder Muttermund und misst deine Basaltemperatur.
Dokumentieren
Du hältst deine Beobachtungen in deinem Zyklusblatt fest.
Auswerten
Du wertest die Körperzeichen nach den Sensiplan-Regeln aus und bestimmst damit die fruchtbare und unfruchtbare Zeit.
Beobachten – dokumentieren – auswerten.
Mit der Zeit lernst du deine eigenen Körperzeichen immer besser kennen und kannst deine Zyklen zunehmend selbstständig auswerten.
Die Körperzeichen deines Zyklus.
Bei Sensiplan beobachtest du Veränderungen deines Körpers im Laufe des Zyklus.
Dabei werden die Basaltemperatur und entweder der Zervixschleim oder der Gebärmutterhals berücksichtigt.
Basaltemperatur
Die Körpertemperatur verändert sich im Laufe des Zyklus. Nach dem Eisprung steigt sie typischerweise an und bleibt zunächst auf einem höheren Niveau. Dieser Temperaturanstieg ist eines der zentralen Zeichen, die bei Sensiplan ausgewertet werden.
Zervixschleim
Auch der Zervixschleim verändert sich im Laufe des Zyklus. Beobachtet werden das Empfinden am Scheideneingang und das Aussehen des Zervixschleims. Seine Veränderungen geben Hinweise auf die aktuelle Fruchtbarkeit.
Gebärmutterhals / Muttermund
Alternativ zum Zervixschleim kann bei Sensiplan der Gebärmutterhals bzw. Muttermund beobachtet werden. Dabei werden Veränderungen von Lage, Festigkeit und Öffnung wahrgenommen.
Wie sicher ist Sensiplan?
Sensiplan ist eine wissenschaftlich untersuchte symptothermale Methode. Entscheidend für die hohe Sicherheit ist, dass die Regeln korrekt erlernt und angewendet werden.
Deshalb ist mir in meiner Beratung wichtig, dass du die Regeln nicht nur kennst, sondern verstehst und zunehmend sicher selbst anwenden kannst.
Wenn ihr eine Schwangerschaft vermeiden möchtet, verzichtet ihr in der als fruchtbar bestimmten Zeit auf vaginalen Geschlechtsverkehr oder nutzt eine zusätzliche Verhütungsmethode. Bei zusätzlicher Verhütung hängt der Schutz auch von deren Sicherheit und korrekter Anwendung ab.
Wie kannst du Sensiplan lernen?
Sensiplan besteht aus klar definierten Beobachtungs- und Auswertungsregeln. Damit du die Methode sicher anwenden kannst, lernst du Schritt für Schritt, deine Körperzeichen zu beobachten, zu dokumentieren und nach den Sensiplan-Regeln auszuwerten.
Dabei bleibt es nicht bei der Theorie: Du beobachtest deinen eigenen Zyklus und wendest das Gelernte direkt auf deine persönlichen Aufzeichnungen an.
Fragen oder Unsicherheiten, die dabei entstehen, können wir gemeinsam besprechen.
Mein Ziel ist, dass du die Regeln nicht nur kennst, sondern ihre Anwendung verstehst und deine Zyklen zunehmend selbstständig auswerten kannst.
Häufige Fragen zu Sensiplan
Kann ich direkt nach dem Absetzen der Pille starten?
Ja, du kannst direkt nach dem Absetzen der Pille mit der Zyklusbeobachtung beginnen.
Du musst nicht auf deine erste natürliche Blutung warten.
Für diese Übergangszeit gibt es besondere Sensiplan-Regeln, die du im Kurs lernst.
Wichtig: Bereits vor deiner ersten natürlichen Blutung kannst du wieder fruchtbar sein.
Funktioniert Sensiplan auch bei unregelmäßigen Zyklen?
Ja. Dein Zyklus muss nicht jeden Monat gleich lang sein. Sensiplan berücksichtigt deine aktuellen Körperzeichen
statt einer vorausberechneten Zykluslänge. Bei längeren Zyklen kann allerdings auch die als fruchtbar geltende Zeit länger dauern.
Muss ich jeden Morgen zur gleichen Uhrzeit messen?
Nicht unbedingt. Du misst deine Basaltemperatur direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen.
Ob unterschiedliche Messzeiten deine Temperatur beeinflussen, ist individuell.
Deshalb notierst du besonders am Anfang die Messzeit und mögliche Störfaktoren.
Im Kurs lernst du, damit nach den Sensiplan-Regeln umzugehen.
Reicht eine Zyklus-App zur Verhütung aus?
Eine App, die deine fruchtbaren Tage anhand vergangener Zykluslängen vorhersagt, ersetzt keine Sensiplan-Auswertung.
Eine geeignete App kann dich beim Dokumentieren deiner Beobachtungen unterstützen.
Entscheidend bleibt, dass du deine Körperzeichen beobachtest, die Sensiplan-Regeln verstehst und selbst anwenden kannst.
Wie lange dauert es, bis ich Sensiplan selbstständig anwenden kann?
Das Lerntempo ist individuell. In meinem Kurs erarbeiten wir die Methode Schritt für Schritt in vier Kurseinheiten.
Dabei begleite ich dich über drei beobachtete Zyklen und wir besprechen deine Auswertungen und Fragen.
Entscheidend für die selbstständige Anwendung ist, dass du die Regeln verstanden hast und korrekt anwenden kannst.
Kann mein Partner am Kurs teilnehmen?
Ja, dein Partner ist herzlich willkommen. Ihr könnt die Methode gemeinsam kennenlernen, Fragen stellen und besprechen,
wie ihr Sensiplan in euren Alltag integriert. Die gemeinsame Auswertung deiner Zyklusbeobachtungen kann das Vertrauen in die Methode
und euer gegenseitiges Verständnis stärken. Du kannst den Kurs auch allein besuchen.
Ist die Methode auch für Jugendliche geeignet?
Ja, auch Jugendliche können Sensiplan lernen und damit ihren Körper und Zyklus besser kennenlernen.
Für die Anwendung zur Verhütung sind die Bereitschaft zur regelmäßigen Beobachtung, das sichere Verständnis der Regeln
und deren konsequente Anwendung entscheidend. Eine persönliche Begleitung hilft dabei,
die Methode Schritt für Schritt zu erlernen und Fragen in Ruhe zu klären.
